Gemeinsame Pressemitteilung der Berliner Register und der Opferberatungsstelle ReachOut für das Jahr 2015

Im Jahr 2015 dokumentierten ReachOut, die Beratungsstelle für Opfer rassistischer und rechter Gewalt und die Register in den Bezirken Angriffe und Vorfälle, die einen rassistischen, antisemitischen, homophoben oder diskriminierenden Hintergrund hatten. Unter Vorfällen, die in den Registern dokumentiert werden, sind neben Gewalttaten auch Propagandaaktivitäten, wie Aufkleber, Plakate oder Sprühereien, Veranstaltungen und Beleidigungen gefasst, die einmal jährlich qualitativ ausgewertet werden.

Ergebnis der Berlin-Wahl 2016 in Steglitz-Zehledorf

Bei der Berlin-Wahl 2016 in Steglitz-Zehlendorf haben drei größere Parteien ihre KandidatInnen ins Rennen geschickt, die dem rechten Spektrum zuzuordnen sind. Hier sind die Wahlergebnisse:

Die rechtsextreme Partei NPD: Erststimme: nicht aufgetreten, Zweitstimme: 0,2% (307 Stimmen, Vergleich zu 2011: -0,9%)

Die rechtspopulistische Partei pro Deutschland: Erststimme: 0,1% , (153 Stimmen, Vergleich zu 2011: -1,8%), Zweitstimme: 0,2% (328 Stimmen, Vergleich zu 2011: -0,7%), Bezirksstimme: 0,5% (772 Stimmen, Vergleich zu 2011: -0,5%),

Auswertung der Berlinwahl in Charlottenburg-Wilmersdorf

Zur Berlinwahl 2016 kandidierten 52 Parteilisten und Einzelbewerber*innen. Hiervon wurden im Wahlbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf einzelne Parteien näher untersucht:

Bereits zwei rechte Angriffe im Lichtenberger Wahlkampf

Dass auch im Wahlkampf Neonazis und andere Rechte gewalttätig agieren ist keine Neuigkeit. Schon die vorangegangenen Wahlen zeigten die rechte Bereitschaft, aggressiv gegen Wahlhelfer_innen, deren Stände und Materialien vorzugehen.

Einladung zum Pressegespräch am 15. September 2016: Einrichtung einer Registerstelle zur Erfassung rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle in Steglitz-Zehlendorf

Die Berliner Register (www.berliner-register.de) dienen der Dokumentationen von rassistisch, antisemitisch, antiziganistisch, rechtsextrem, rechtspopulistisch und anderen diskriminierend motivierten Vorfällen, die sich in den Berliner Stadtbezirken ereignen. Diese Vorfälle werden von Bürgerinnen und Bürgern bei verschiedenen Anlaufstellen, die über die Bezirke verteilt sind, gemeldet und an die zuständigen Koordinierungsstellen der Register weitergeleitet. Dort werden sie gesammelt, ausgewertet und veröffentlicht.

Halbjahresauswertung des Lichtenberger Registers erschienen

Im Juli ist die Auswertung des ersten Halbjahres 2016 des Lichtenberger Registers erschienen. Sie stellt eine weitere starke Steigerung der Vorfallszahlen fest:

Auswertung des Qudstag-Marsches 2016

„Uns geht es darum aufzuzeigen, dass der Zionismus ungerecht, menschenfeindlich und gesellschaftszerstörerisch wirkt.“
(Jürgen Grassmann, bei der Aufktaktkundgebung des Qudstag-Marsches in Berlin, 2016)

Die vorliegende Auswertung des Qudstag-Marsches am 02. Juli 2016 wurde durch die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Berlin, das Register Charlottenburg-Wilmersdorf und das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. (JFDA) erstellt.

Jahresauswertung des Registers Reinickendorf für 2015

Das Register Reinickendorf hat seine Arbeit im Juli 2015 aufgenommen. Es wurden bis zum Jahresende 29 Vorfälle in Reinickendorf für das Jahr 2015 erfasst. Die Mehrzahl der Vorfälle (20 Vorfälle) sind rassistisch motiviert, bei 13 von ihnen bestand ein Zusammenhang mit Rassismus gegen Flüchtlinge. Da das Register sich langfristig etablieren muss, ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen und Vergleiche zum Vorjahr und zu anderen Bezirken sind nur bedingt aussagekräftig.

Auswertung 2015 des Registers Charlottenburg-Wilmersdorf erschienen

Das Register Charlottenburg-Wilmersdorf hat Anfang März eine Auswertungsbroschüre über das Jahr 2015 herausgegeben. In der Broschüre werden aktuelle Entwicklungen der neurechten und nazistischen Szenen in Charlottenburg-Wilmersdorf erläutert. Die Broschüre kann beim Register Charlottenburg-Wilmersdorf per E-Mail bestellt werden oder zu den Öffnungszeiten abgeholt werden.

Jahresauswertung des Registers Friedrichshain-Kreuzberg jetzt online

Die Auswertung des Registers Friedrichshain-Kreuzberg ist jetzt online. Kurz zusammengefasst ergibt sich aus den im Jahr 2015 bekannt gewordenen Vorfällen folgendes Bild:
Im letzten Jahr wurden der Registerstelle insgesamt 88 Vorfälle bekannt, 60 % geschahen in Kreuzberg. Das ist die höchste Zahl seit 2010. Die Zahl der Angriffe liegt konstant bei 25. Darüber hinaus kam es zu 24 Beleidigungen. Die meisten Vorfälle geschahen aus einer rassistischen (30 %) oder antisemitischen (22 %) Motivation der Täter*innen heraus.

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