Antiisraelischer Antisemitismus auf Veranstaltung im Wedding

Im Café Be’kech im Wedding findet eine Veranstaltung für die ehemalige palästinensische Terroristin Rasmea Odeh statt. Die Gruppe Samidoun Palestinian Prisoner Network hatte die Veranstaltung auf Facebook angekündigt. Weitere Initiativen, unter anderem die antiisraelische BDS-Bewegung und "Berlin Against Pinkwashing" unterstützten den Auftritt. Dabei wird eine Videobotschaft von Odeh übertragen, obwohl gegen sie ein Auftrittsverbot in Deutschland verhängt worden ist und auch dies ihr polizeilich untersagt ist: "Rasmea Odeh spricht. Per Videobotschaft erscheint sie auf einer Leinwand vorn auf der Bühne. Sie beklagt palästinensische Gefangene, zivile Opfer und die vermeintliche Besatzung durch Israel. Der unfreundliche Empfang in Berlin sei rassistischen Kräften geschuldet, die Menschenrechte nicht anerkennen würden. Zusammen, so der Aufruf, könnten sie gegen die „Hegemonie der Gewalt“ stehen. Sie beendet ihre Rede damit, allen "Märtyrern" „Ehre und Unsterblichkeit“ zu wünschen. Schallender Applaus und Pfeifen. Darauf folgen Rufe von Parolen, die das Existenzrecht Israels in Frage stellen.

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Datum: 
2019-03-27 00:00:00
Quelle: 
Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS), taz vom 28.03.2019