Jahresbericht 2018 der Berliner Register erschienen

"Für 2018 lässt sich festhalten: Die Hemmschwelle für Angriffe, Bedrohungen und Beleidigungen ist gesunken. Dafür ist nicht allein die rechte Szene Berlins verantwortlich, sondern die politische Kultur, der Ton in öffentlichen Debatten und das gesellschaftliche Klima. Anhand der Entwicklung der drei inhaltlichen Kategorien Rassismus, Antisemitismus und NS-Verharmlosung werden die Auswirkungen von Kommunikations- und Handlungsstrategien der Neuen Rechten deutlich. Das konstruierte Bedrohungs- und Untergangsszenario, dass die Existenz der weißen Bevölkerung durch Migration in Frage gestellt würde, markiert insbesondere Muslime*innen als vermeintliche Feinde und bereitet die Gewalt mental vor. Die Eskalation in der Sprache führt zur Eskalation auf der Straße. Das zeigt die Zusammensetzung und der Anstieg der Registervorfälle im Jahr 2018."

Das ist das inhaltiche Fazit des gerade erschienenen Jahresberichts der Berliner Register für das Jahr 2018.

Gemeinsam mit allen bezirklichen Registerstellen wurde eine Broschüre erarbeitet, die die Register-Ergebnisse des letzten Jahres zusammenfasst und lokale Besonderheiten benennt. Darüberhinaus wird in einem Schwerpunktartikel zu Berlin eine Gesamtübersicht gegeben und mehrere inhaltliche Blicklichter auf aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten geworfen.

Die Broschüre wurde am 23. Oktober 2019 auf dem Fachtag der Berliner Registerstellen vorgestellt und ist nun digital und gedruckt erhältlich.

Die Broschüre steht hier zum Download bereit oder kann kostenlos bestellt werden.