Neukölln

  • Auswertung des Registers Neukölln im Jahr 2017

    In Neukölln wurden 269 Vorfälle registriert (2016: 265), es handelte sich mehrheitlich um Propaganda (140). Nahezu die Hälfte aller Fälle ereignete sich in Nordneukölln. Es wurden 36 Angriffe aufgenommen. Die extreme Rechte ist im Bezirk nach wie vor sehr aktiv: Die im Sommer 2016 begonnene Angriffswelle hält an, Engagierte aus der Zivilgesellschaft stehen weiterhin im Fokus von militanten Neonazis und werden Ziel von Brandanschlägen und Bedrohungen. Neukölln bildete zudem einen Schwerpunkt bei der Mobilisierung für einen bundesweiten Nazi-Aufmarsch.

  • Auswertung des Registers Neukölln im Jahr 2016

    Im Jahr 2016 wurden mit 265 Vorfällen fast doppelt so viele dokumentiert wie im Vorjahr (2015: 126). Dies ist zum einen auf den erhöhten Bekanntheitsgrad und eine bessere Vernetzung der Neuköllner Registerstelle zurückzuführen, zum anderen auf einen hohen Anstieg der Motive Rassismus, Wahlkampf und Politische Gegner*innen. Fast die Hälfte aller Vorfälle sind rassistisch, antisemitisch, antiziganistisch und antimuslimisch motiviert (2016: 123, 2015: 82). Die meisten Fälle wurden in Nordneukölln registriert (117).

  • Auswertung des Registers Neukölln 2015

    Im Jahr 2015 wurden 133 Vorfälle dokumentiert. Somit hält die Zahl der Meldungen das Niveau des Vorjahres (2014: 126). Bezogen auf Motiv, Stadtteil und Art gibt es jedoch Verschiebungen: Über die Hälfte der Vorfälle sind rassistisch, antisemitisch, antiziganistisch und antimuslimisch motiviert (2015: 82, 2014: 39). Erstmalig wurden die meisten Fälle in Nordneukölln registriert (55). In die Dokumentation sind hauptsächlich Propagandadelikte eingegangen (64).

  • Auswertung Neuköllner Register 2014

    Die Registerstelle Neukölln wurde im Juni 2014 ein Jahr alt.  Im Jahr 2014 registrierte die Registerstelle insgesamt 125 Vorfälle. Gegenüber dem Vorjahr sind das 72 Meldungen mehr (2013: 53) der Sachverhalt stellt eine Steigerung von 135 % dar. Bedingt ist diese Entwicklung zum einen durch die Einführung der Registerstelle Neukölln und Anwerbung von Anlaufstellen sowie durch die neonazistischen Aktivitäten in besondere in Berlin-Rudow und die rassistischen Proteste gegen die Errichtung von Unterbringungen im Berlin-Neukölln.

    Art der Vorfälle und Motive in den Stadtteilen

  • Ist Neukölln ein Problembezirk?

    „Das Problem heißt Rassismus“ könnte man mit dem Slogan der Demonstration gegen Rechtsextremismus vom 2. November 2013 antworten. Für viele Schwierigkeiten ist Neukölln in den Schlagzeilen, aber nur wenig Öffentlichkeit gab es bisher um den hier herrschenden Rassismus.  Dabei ist die Zahl der rechtsextremen Angriffe, die in Neukölln dokumentiert wurden, im Berliner Vergleich ziemlich hoch.